Shiatsubehandlung

Shiatsu ist eine japanische Behandlungsmethode, die eine eigenständige, in sich abgeschlossene Form der ganzheitlichen energetischen Körperarbeit darstellt.    


Das Ziel der Behandlung ist die Harmonisierung des Energieflusses. Die chinesische Medizin geht von Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, aus, die den gesamten  Körper wie ein Netz überziehen. Den Meridianen folgend wird durch Druck mit dem Handballen, oder gezielter durch Fingerdruck, behandelt. Es können bestimmte Punkte (Akupressurpunkte) in die Behandlung einbezogen werden. Spezielle Dehnungs- und Rotationstechniken dienen der Mobilisierung des Körpers bzw. der Gelenke. Insbesondere an den Gelenken kommt es oft zu Energieblockaden, welche den freien Energiefluss behindern und somit zu Schmerzen führen.  


Es handelt sich beim Shiatsu jedoch nicht um eine herkömmliche Massage. Durch die Bearbeitung der Energiebahnen können ganz gezielt Probleme behandelt werden und zwar nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der emotionalen Ebene. Genau dieser Punkt macht Shiatsu zu einer sehr effizienten und ganzheitlichen Therapie.    


Tatsächlich kann Shiatsu, je nach Problemlage, sowohl belebend als auch entspannend wirken, da eine Harmonisierung des Energieflusses ausgleichend wirkt. Mit Shiatsu können sowohl akute als auch chronische Probleme behandelt werden.


In meiner Praxis hat sich diese Therapieform, durch ihre regulierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem, besonders zur Behandlung von Stress-Problemen bewährt.



Wirkung von Sympathikus und Parasympathikus


Unser vegetatives Nervensystem, auch autonomes oder selbständig arbeitendes Nervensystem, ist zuständig für die Steuerung vieler, für uns nicht bewusst wahrgenommener Prozesse im Körper, wie z.B. die Arbeit der Muskulatur der Magen- und Darmwand, die Weit- oder Engstellung der Blutgefäße, die Arbeit der Sinnesorgane und Drüsen, die Funktion des Herzens oder der Geschlechtsorgane. Das vegetative Nervensystem hat zwei Anteile, den Sympathikus und den Parasympathikus. Diese beiden Anteile arbeiten im Normalfall Hand in Hand. Einfach gesagt, ist der Sympathikus für die Aktivität bzw. Aufnahme und der Parasympathikus für die Entspannung bzw. Verarbeitung zuständig. Wichtig ist ein ausgeglichenes Verhältnis.


Durch unsere, häufig von Stress und ungesunder Ernährung geprägten, Lebensweise, kommt es zu einer Art Dauerlauf des Sympathikus. Die Folgen sind vielschichtig:

  • nervöse Herzbeschwerden
  • Unruhezustände
  • Muskelverspannungen
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Verdauungsstörungen z.B. Morbus chron, Colitis Ulcerosa, Durchfall,
    Verstopfung, Bauchschmerzen, Magendrücken, Sodbrennen  
  • Lustlosigkeit
  • PMS
  • bis hin zu schwersten Erkrankungen wie Krebs  


Durch die sanfte und ruhige Behandlung beim Shiatsu findet der Behandelte sehr schnell in einen Zustand tiefer Entspannung, wodurch der parasympathische Anteil an Einfluss gewinnt. Shiatsu ist somit eine ideale Behandlungsmöglichkeit um das Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus wieder herzustellen.



Behandlungsmodalitäten:


Klassisch wird diese Technik auf einer auf dem Boden liegenden Matte ausgeübt. In meiner Praxis steht mir eine entsprechend große Liege zur Verfügung.


Die Behandlung dauert ca. 45 - 60 Minuten.      


Um kein Kälteempfinden aufkommen zu lassen, erfolgt die Behandlung angekleidet. Die Kleidung sollte entsprechend bequem sein und verschiedene Dehnungsübungen zulassen. Wer schnell kalte Füße bekommt, sollte an warme Socken denken.